Lange Nacht der Forschung 2012

Schlaue Köpfe, Intelligente Lösungen
Salzburger Nachrichten

7000 Salzburger schauten in der Langen Nacht der Forschung am vergangenen Freitag Wissenschaftern, Erfindern und Tüftlern genau über die Schulter. Mehrere hundert Ideen gab es zu bestaunen, von Methoden der Herzklappen-Implantation ohne offene Operation bis hin zur Frage, was Wolfgang, Nannerl und Constanze Mozart tanzten.

„Wir fangen einfach ganz von vorn an“, sagt Werner Moser zu dem aufgeregten Felix. Der Neunjährige sitzt in der Salzburg Research Forschungsgesellschaft vor einem Laptop und will einen Roboter selbst programmieren. Ein paar Meter entfernt zieht Sebastian mit ein bisschen Hilfe von Michael Hufnagel vom „Mobile Web Based Info System“ den Prozessor aus einem Computer. Nach dem Motto „Verstehen kann man nur, was man kennt“ geht es in die Tiefen der Hardware.

Wie nahe Wissenschaft und Praxis zusammengerückt sind, zeigt Cornelia Schneider von Salzburg Research in ihrem Projekt. Dabei kann das Handy durch einen Beschleunigungssensor zum Lebensretter werden – falls man stürzt, löst es einen Notruf an Freunde oder Hilfsorganisationen aus. 3D-Animation vor der OP Im nächsten Raum macht Johannes Allesch von Animedical auf seinen Tablet-Computer aufmerksam. Dieser macht den Patienten-Informationsbogen aus Papier überflüssig. Vor der Operation informiert der Arzt den Patienten in einer 3D-Animation und in einem Kurzfilm darüber, was ihn erwartet.

Salzburger Nachrichten


Publikumsmagnet im Business Creation Center aber ist der Flugsimulator, den die Universität Salzburg mit der Flugindustrie gemeinsam entwickelt – mit dem Ziel, Arbeitsplätze für Fluglotsen und Piloten dem zunehmenden Flugverkehr und der digitalen Technik anzupassen.

Markus Berger von der Salzburg AG erläutert dagegen mit Optimismus die neue „Smart Grids“-Technologie. So dürfen sich Hausbewohner bald auf mehr Nachrichten aus den eigenen vier Wänden freuen. Das „Smart Grid“ meldet etwa via Handy, wenn man auf Urlaub ist und plötzlich im eigenen Haus das Licht angeht. Und Bernhard Kaiser von der Salzburg Wohnbau schwärmt vom „Energiefeedback“, das man im neuen Wohnprojekt in Salzburg-Taxham erhält. Alle 15 Minuten kann man hier seine Verbrauchswerte für Strom, Wasser und Heizung erfahren und sich selbst an der Nase nehmen. 25 Prozent Energie könne mit dem Projekt gegenüber herkömmlichen Wohnanlagen eingespart werden. Arbeit im Dunkeln Eine kleine Gruppe an Forschungsinteressierten steht inzwischen vor dem Labor in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Salzburg. Hier forscht Doktorand Clemens Brandl vom Fachbereich Zellbiologie über therapeutische Proteine. „Wir machen Grundlagenforschung“, erläutert Projektleiterin Lore Breitenbach-Koller bescheiden. Die Forscher wollen die Hautdefekte der Schmetterlingskinder heilen. Doch das ist wie Arbeiten im Dunkeln: „Ribosomen entziehen sich einer Analyse“, erklärt die Biologin, „es ist, als ob man ein Auto ansieht und dann aus den Teilen selbst eines zusammenbaut.“

Foto: Martin Mayr.

Foto: Martin Mayr.

12th Integrated Communications Navigations and Surveillance Conference (ICNS)

Leading NextGen 

Researchers of the University of Salzburg participated in the 12th Integrated Communications Navigations and Surveillance Conference (ICNS) from April, 23rd to 26th 2012 in Herndon, Virginia, USA. They presented their research in several new publications:

  • M. Ehammer, “Running IPv6 over aeronautical data links”, in Proc. ICNS’12, 2012.
  • T. Gräupl and B. Jandl, “Simple and Efficient Integration of Aeronautical Support Tools for Human-In-The-Loop Evaluations”, in Proc. ICNS’12, 2012.
  • B. Jandl and T. Gräupl, “A Comparison of Noise Abatement Procedures Using Radar Data and Simulated Flight Trajectories”, in Proc. ICNS’12, 2012.